Sonntag, 11. April 2010

Kulturflatrate

Mein letztes offizielles (es kommen noch ein paar inoffizielle) Wochenende in Hanoi war geprägt von "Kultur"veranstaltungen.
Freitag war ich auf der Eröffnung einer Kunstgalerie im 7ten Stock des ehemaligen Hotels (bzw. Bordells) Almaz. Es gab trashige Kunst, Bio Hoi Fässer auf dem Balkon und einen wunderschönen Blick auf den Westlake. Ich fühlte mich fast ein bißchen wie am Kotti.

Anschließend dann am Samstag das Hype-Festival. Für 10 Dollar ein Tag lang Live-Musik (sehr durchwachsen), Fussball-Breakdance (echt cool) und Skateboardfahren (no comment). Die junge Dame in schwarz-orange warb für die Deutsch-Vietnamesische Völkerfreundschaft (s. Hüfte)

Der Main-Act und kulturelle Tiefpunkt war der Englische Oberproll und Beatboxer Killa Kela.


Am Sonntag dann ein 8 stündiges BBQ dass damit endete dass wir herausfanden wie die Williamsbirne im gleichnamigen Schnaps schmeckt (und dass Stäbchen ungeeignet sind sie aus der Flasche zu pulen).

Donnerstag, 8. April 2010

Alles hat ein Ende...

Sechs spannende Monate bei meiner Firma Tourism Resouce Consultants sind vorbei. Die letzten Tage haben mir nochmal gezeigt was für einen super Job ich hier hatte.

Zum Verfassen meines Abschlussberichts für die Heinz Nixdorf Stiftung habe ich mich ins idyllische Mai Chau zurückgezogen. Unter einem Stelzenhaus sitzend mit Blick auf die Reisfelder schreibt es sich doch einfach besser.





Anschließend stand noch meine letzte Dienstreise für TRC auf dem Programm. Das touristische Potenzial des neuen Ngoc Son Ngo Luong Nature Reserve sollte von uns bewertet werden.


Dafür mussten wir einige Berge erklimmen.






Selbst unserem vierradgetriebenen Geländewagen machten die Straßenverhältnisse in der abgelegenen Region zu schaffen. Zum Glück hatten wir einen Fahrer der Reifen wechseln konnte.



Zusammen mit dem Regionalbüro der Kommunistischen Partei besuchen wir eine Höhle die vielleicht für den Publikumsverkehr freigegeben werden soll.







Beim gemeinsamen Abendessen tauschten wir anschließend mit unseren Vietnamesischen Kollegen die Meinungen über das anstehende Entwicklungsprojekt aus.

Wilde Tiere

Leider sind die Vietnamesischen Wälder ziemlich leergefangen. Die meisten größeren Tiere (Affen, Rhinos, Krokodile, Vögel, Tiger...) sind leider längst im Kochtopf gelandet oder zu traditioneller Medizin verarbeitet worden.


Wasserbüffel sind zwar nicht wild sondern gezähmt und äußerst friedfertig, dafür gibts sie hier zu tausenden.




Oft hört man im Dschungel nicht einmal Vögel zwitschern und dass man auf eine Herde Rehe stößt wie einem das in Deutschland oft passiert ist hier undenkbar.

Dafür gibts jede Menge hübsche Reptilien, Amphibien und vor allem Insekten (wunderschöne große Spinnen).





Was das sein soll (so groß wie eine Männerhand) und ob man es essen kann weiß ich auch nicht.



Das süße Hündchen (Bello?) habe ich leider auch nicht mehr lebend gesehen.

Donnerstag, 25. März 2010

Ba Be Nationalpark

Ich habs endlich mal wieder geschafft den grauen Smog der Großstadt für einen lichten Augenblick zu entfliehen. Ca. 200 km im Norden von Hanoi liegt der Ba Be Nationalpark, eine Aneinanderreihung von drei fetten Seen.
Nach einem siebenstündigen Motorradtrip finden wir uns in einer ungeahnten Idylle wieder. Wir wohnen in einem traditionellen Stelzenhaus und wie immer muss abends ordentlich Reiswein mit den "Langnasen" (Westler) gebechert werden.












Am nächsten Tag gibts ne siebenstündige Bootsfahrt.










Dabei durchquert der Fluss eine spektakuläre 300 Meter lange Höhle voller Fledermäuse.








Sonntag ist die traumhafte Ausflug dann schon wieder vorbei und zurück gehts in mein graues Alltagsleben (-; video
ja, das Schwein lebt!

Und was hat das mit Vietnam zu tun...

...nix, sorry...




... aber ich hab doch beim Motorradfahren meine Brille verloren...


...naja...

...so...

...halt

Montag, 8. März 2010

Kunst und Kochen

Meine letzten Wochen in Hanoi verstreichen langsam aber unaufhaltsam. Letztens gab es wieder ein super Event im Anh Khanh Studio (s. Eintrag von Oktober). Eine vierstündige Soundperformance mit riesigen Bambusaufbauten, Feuer und jeder Menge Vietnamesischer Künstler, sehr cool!
Weil ansonsten nicht so viel passiert habe ich mal wieder ein eigenes Event auf die Beine gestellt. Deutsches Bildungskino auf der Dachterrasse. Das internationale Publikum war schockiert über die ungeschminkten Geständnisse blutjunger Mädchen in dem auf wahren Tatsachen beruhenden Dokumentarfilm (Schulmädchenreport 1 - Was Eltern nicht für möglich halten)

Außerdem habe ich mir die Kochschürze umgebunden und gelernt wie man die typisch Vietnamesischen Straßengerichte Frühlingsrollen und Bun Cha (Nudelsuppe mit Bauchspeck und Minibuletten) kocht. Am Ende will noch irgendjemand von euch, dass ich Vietnamesisch koche und ich hab nichts drauf, wäre ja peinlich.

Montag, 22. Februar 2010

Happy New Year! (again)

Ja, schon wieder "Frohes Neujahr", in Vietnam kann man das coolerweise zweimal feiern. Einmal Ende Dezember und dann letzte Woche die Chinesische Version.
Neben dem Jahr des Tigers stand ein weiterer Besucher auf der Matte. Sebastian, mein Berliner Ex-Mitbewohner kam aus seinem Bangkoker Exil für ein paar Tage ins sonnige Hanoi. Auf dem ersten Bild sind wir zusammen auf einer Polenparty zu sehen (unschwer am rot-weiß-Look zu erkennen)
Bild 2 zeigt meinen lokalen Friseur und auch der Sport ist beim "In den Westlake (größer See Hanois) reingolfen" nicht zu kurz gekommen.





Traditionell stellt man zum Neujahrsfest blühende Pfirsichbäume auf und beschenkt sich mit Wein und Geldumschlägen (sogar ich habe zwei bekommen).